Die Energiepreise für Verbraucher in Deutschland sind seit Juni um knapp vier Prozent gestiegen

Hauptsächlich aufgrund höherer Heizölpreise. Im September zahlte ein Musterhaushalt im Durchschnitt 5.795 Euro für seine jährlichen Energiekosten, im Juni waren es noch 5.579 Euro. Die Preise für Heizöl sind im letzten Monat um ein Prozent gestiegen, hauptsächlich aufgrund gestiegener Heizölpreise. Der Gaspreis hingegen ist im Vergleich zum August um ein Prozent gesunken.

Die durchschnittlichen Heizölpreise erreichten im September den höchsten Stand seit Januar, während der Gaspreis gesunken ist. Ab Oktober können Gaskunden mit einer Entlastung bei den Heizkosten rechnen, wenn die Anbieter die Senkungen der Bilanzierungs- und Gasspeicherumlage des Trading Hub Europe (THE) an die Verbraucher weitergeben.

Die Kosten für Strom sind im September stabil geblieben. Eine mögliche Senkung der Stromsteuer könnte künftig Verbraucherinnen und Verbraucher entlasten. Die Kosten für Mobilität sind im September um zwei Prozent gestiegen, vor allem aufgrund höherer Benzin- und Dieselpreise.

Im ersten Halbjahr 2023 stiegen die Preise für Erdgas und Strom trotz staatlicher Unterstützung erheblich. Die Gaspreise erhöhten sich um 31,3 Prozent, während die Strompreise um 21 Prozent stiegen. Steuern und Netzentgelte trugen zu diesen Preissteigerungen bei. Die Bundesregierung unternimmt Schritte, um die Energiekosten für Verbraucherinnen und Verbraucher zu begrenzen, insbesondere durch Preisbremsen für Erdgas, Strom und Fernwärme, die rückwirkend zum 1. Januar in Kraft getreten sind.

Die Netzentgelte für private Haushalte sind in den ersten sechs Monaten des Jahres erheblich gestiegen, ebenso wie Steuern und Abgaben. Trotz rückläufiger Großhandelspreise dauert es oft eine Weile, bis Energieversorger diese Entwicklungen an Privatkunden weitergeben.

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